Nr. 4/2004
Zeitschrift (1989–2007)


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Gestaltende Frauen II

Editorial

Emelda Samba (Yaounde, Cameroon)
"...there has been a great change in the role of women..."


Wafaa Sorour (South Valley University, Egypt)
"... women have become major agents of change ..."


Zalina Mardanowa (Vladikavkask)
"Die heutigen Frauen versuchen sich aber au
ch öffentliche Räume anzueignen"

Mzia Galdavadze (Tbilissi)
"Ich erwarte Änderungen positiven Charakters"


Elisabeth Morawek (Wien)
"... es ist nicht selbstverständlich ..."


Evelyn Deutsch-Schreiner (Graz)
"Vor allem aber sind es weibliche Vorbilder"



Maria Teuchmann (Thomas Sessler Verlag, Wien)
"In den letzten Jahren hat sich die Rolle der Frau
im kreativen Bereich sehr verändert"

Kathleen Thorpe (Johannesburg)
"Was sich aber wohl geändert hat, sind die thematischen Schwerpunkte"

Gloria Withalm (Wien)
"... was die Rolle der Frau angeht, kann frau nur gemischte Gefühle haben"



REZENSION

Catherine Aigner: nicht vieles ist anders

 

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Editorial

In diesen Tagen wird wieder ernsthaft darüber diskutiert, ob nicht Gewaltpolitik doch zu Humanität und Demokratie führen würde. Wie schon bei den Veränderungen in Europa war es aber nirgendwo militärische Macht, sondern gesellschaftliche Veränderungen und Dialoge, die eine nachhaltige Neuorientierung ermöglichten.

Auch heute ist dies nicht anders. Die Veränderungen in Georgien, der Ukraine wurden nicht durch Gewalt erreicht. Das verspricht eine langfristige Perspektive, sowie dies auch in Südafrika und anderen Ländern der Fall war.

Dagegen kann nicht davon gesprochen werden, daß die Gewalt im Irak beendet wäre. Und auch sonst setzt sich – zum Beispiel im Nahen Osten – nicht die (militärische) Gewalt als "Lokomotive der Geschichte" durch. Dort wo ökonomische bzw. militärische Gewalt eingesetzt wurde und wird, ist die Folge Gegengewalt. Nichts anderes zeigt die Entwicklung im Libanon, in Algerien und etlichen anderen Ländern.

Der Einsatz von Gewalt – zum Beispiel im Vorfeld des Weltfrauentages in der Türkei – demonstriert keineswegs Stärke, sondern macht vielmehr Probleme sichtbar. Gerade in der Türkei sind es Probleme der Transformation, die sich in Gewalt entladen. Und das zeigt, wie lange der Weg noch sein wird, um zu einer Annäherung an die Europäische Union zu kommen.

Zugleich hat sich aber auch überall gezeigt, wie wichtig Kulturpolitik ist: das Erlernen von Lesen und Schreiben (zum Beispiel in Kamerun zur Durchsetzung von Frauenrechten), die Fähigkeit, sich in Kommunikationsprozesse einzubringen (zum Beispiel in Ägypten), sich Vorbilder und Netzwerke zu bedienen (was vor allem in den Kunstprozessen immer – zum Teil heftig – reflektiert wurde).

Anhand des Stückes "Astoria" können die wesentlichsten Elemente solcher heutiger Prozesse studiert werden – wie neue Machtstrukturen erfunden werden, wie Territorien im Sinne der Machtpolitik behandelt werden und wie sich vor allem Virtualität mehr und mehr – positiv und negativ – breit macht. Und welche Bedeutung der Alltag hat, der keineswegs so unbedeutend ist, wie dies meist in der Öffentlichkeit erscheint.

       
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