Nr. 4/2001
Zeitschrift (1989–2007)


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Die geschlachtete Familie
1. Memminger Gespräche

Einleitung

Die Familie schlachten

Hans-Joachim Lenger (Hamburg)
Knut Ove Arntzen (Bergen)
Penka Angelova (Rousse/Rustschuk)
Herbert Arlt (Wien)

Publikumsdiskussion

Mutter Courage

Herbert Arlt (Wien) – Penka Angelova (Rousse/Rustschuk) – Knut Ove Arntzen (Bergen) – Hans-Joachim Lenger (Hamburg)

BERICHTE

Berichte ("Erinnern und Vergessen als Denkprinzipien" – 10 Jahre "Jura Soyfer")

Rezensionen / "Ich hab soviel Schönes erlebt!" Zu einem Stück von Brigitte Schwaiger

 

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Editorial

Die geschlachtete Familie
Dokumentation der 1. Memminger Gespräche über Kunst und Kultur

Die Jura Soyfer Gesellschaft (Wien), das INST (Institut zur Erforschung und Förderung österreichischer und internationaler Literaturprozesse, Wien) und Walter Weyers (Landestheater Schwaben, Memmingen) eröffneten am 20. und 21.10.2001 am Landestheater Schwaben Gespräche über Kunst und Kultur im Spannungsfeld "Regionalität und Transnationalität" zum Thema "Die geschlachtete Familie" (oder auch: "Die Familie schlachten"). Die Gespräche werden mit anderen Themen in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Zur Eröffnung der Gespräche sagte Walter Weyers, der Intendant des Landestheaters Schaben, der auch die Moderation innehatte:

Es gab, kann man sagen, ein gemeinsames Unbehagen von Herbert Arlt und mir am mangelnden Diskurs, daran, daß zu wenig [...] über die Perspektiven unserer Gesellschaft, gesellschaftspolitische Perspektiven verhandelt wird, oder daß der Diskurs auch gar nicht stattfindet. Und wir fanden es eine gute Idee zu sagen: Wir führen diese Gespräche in der Provinz. Vielleicht ist die Provinz [die Region – H.A.] – die so genannte Provinz – sogar eine besondere Chance, um diesen Gesprächen eine Stoßkraft zu geben. Da hat sich doch in den Metropolen mittlerweile vieles relativiert. Und ich finde es ganz toll, so schnell so viele Mitstreiter gefunden zu haben [...].Und das Interesse ist sehr groß, die Bereitschaft zum Gespräch ist offensichtlich groß [...].

Von diesen Gesprächen über Kunst und Kultur im übervollen Foyer kann hier nur ein kleiner Ausschnitt dokumentiert werden (die Translitterierung der Gespräche – durchgeführt von Gudrun Pürrer – bzw. Medienberichte dazu liegen aber zu Studien-Zwecken im Jura Soyfer Archiv und im Landestheater Schwaben auf). Und es kam weiters bei der Dokumentation auch nicht darauf an, Naturalismus zu erzeugen. Sowohl die Statements als auch die Diskussionsbeiträge sind bearbeitet. Gegliedert wurden sie in zwei Blöcke: 1. Statements und Diskussion zum Thema Familie, 2. Statements nach dem Besuch der Inszenierung des Stückes "Mutter Courage" von Bertolt Brecht durch Walter Weyers, womit sowohl dem "historischen" Aspekt (die geschlachtete Familie der Courage) als auch heutigen Prozessen Rechnung getragen wird

       
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