Zur Homepage: Geschichte, Neuerungen, Elemente

Homepage seit 1998

Der Grundgedanke bei der Publikation im Jahre 1998 war, eine neue Möglichkeit zu nutzen, interaktiv Projekte zu entwickeln. Der Grundgedanke bei der Umgestaltung im Jahre 2007 war, Materialien zur Verfügung zu stellen, um SchülerInnen, KünstlerInnen, WissenschafterInnen etc. zu ermöglichen, ihre eigenen „Geschichten“ zu erzählen. Die Version der Homepage, die seit dem 3.6.2012 ins Netz gestellt wurde, war eine neue, interaktive, vielsprachige Plattform, die immer noch nach Maßgabe der Mittel ausgebaut wird. Die Version 2014 versucht eine Alternative zum Netz 2.0, das durch Abschöpfung privater unbezahlter Leistungen für Milliardengewinne genutzt wird – und zur Überwachung. Dagegen setzt die Jura Soyfer Gesellschaft auf eine „neue Öffentlichkeit“. Kern dieser Öffentlichkeit war die Jura Soyfer Edition sowie das Portal, über das die gescannten Originalmanuskripte, Dokumente etc. erreicht werden konnten. Ab dem November 2017 wird das Portal durch das Virtuelle Soyfer Archiv (Zugang mit Code so wie bisher) und Jura Soyfer Open Access abgelöst.

Dokumentationen bisheriger Fassungen Die Dokumentationen der bisherigen Fassungen der Homepage werden auf CDs bzw. neuerdings auch auf Hybrid-DVDs zur Verfügung gestellt, die JSG-Publikationen beigefügt sind – zum Beispiel der Publikation „Jura Soyfer und die Alte Welt“. Sie wurden aber von Beginn an auch von der Österreichischen Nationalbibliothek archiviert.
Neue Öffentlichkeiten Im Mittelpunkt der Aktivitäten zum 100sten Geburtstag im Jahre 2012 stand der Versuch, neue Öffentlichkeiten zu ermöglichen. Der Auftakt der internationalen Veranstaltungen fand am 28.3.2012 im Rahmen einer internationalen Konferenz in Kairo statt. Beim Auftakt in Österreich (Theaterhaus Dschungel, MuseumsQuartier, Wien) war Alfredo Bauer (Buenos Aires) anwesend, der seit den 1940er Jahren Jura Soyfer auf argentinische Bühnen gebracht hat – erstmals dokumentiert in „Jura Soyfer und Theater“ 1992. Am 20.4.2012 wurde die Übersetzung aller Soyferschen Stücke durch Alfredo Bauer ins Spanische in Buch-Form, aber auch als File-Book präsentiert. Vom 3. bis 6.12.2012 fand in Wien ein Symposion zum Thema „Jura Soyfer – neue Öffentlichkeiten“ statt, in dessen Rahmen Theorien, Projekte und Thesen präsentiert wurden. Es stand unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und wurde von der Stadt Wien im Mai 2013 ausgezeichnet. Seit dem Jahre 2014 wird in diesem Kontext das Virtuelle Soyfer Archiv massiv ausgebaut.
Ausgangspunkte: Werk und Übersetzungen Ausgangspunkt für alle Versionen ist zunächst eine neue Ausgabe der Soyferschen Werke. Die neue Ausgabe in Deutsch (Jura Soyfer Edition 2012) wurde am 3. Dezember 2012 präsentiert – als gedrucktes Werk in vier Bänden und in der Folge mit einem Kommentar und einem virtuellen Archiv im Internet (bereits von der Form her eine Pioniertat). ). Es ist via Portal zugänglich. Der Öffentlichkeit stehen die Stücke dieser Ausgabe auch als File-Books zur Verfügung.
Jura Soyfer Edition 2012 Mit der Jura Soyfer Edition 2012 in 4 gedruckten Bänden plus Virtuellen Archiv bzw. Open Access wird einerseits eine Leseausgabe zur Verfügung gestellt, die Soyfers Texte in neuer Weise präsentiert und sich an eine breite Öffentlichkeit wendet. Durch die Kommentierung, Textvarianten im WWW etc. werden andererseits aber auch die wissenschaftlichen, künstlerischen Interessen berücksichtigt. Der Kommentar im Internet erlaubt, diesen ständig zu erweitern und zu aktualisieren, mit multimedialen Mittel zu kombinieren. Wichtig war der Schutz vor Raub, da etliche auszogen, um sich die teils unbezahlten Arbeitsleistungen anderer kostenlos und zu ihrem eigenen materiellen Vorteil anzueignen. Dafür wurde nun eine Lösung gefunden. Völlig neu ist auch der Ansatz, bis zum Jahre 2032 diese vielsprachige Edition in bis zu 50 Sprachen der weltweiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dabei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Besonderheiten der jeweiligen Sprachen herauszuarbeiten.
Übersetzungen Jura Soyfers Texte wurden bisher in über 50 Sprachen übersetzt. Erste Übersetzungen in Englisch erschienen in den 1930er Jahren in der Zeitschrift „New Writing“ von John Lehmann. Bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts lagen Übersetzungen in rund 30 Sprachen vor, die meist seit den 1990er Jahren entstanden. 2007 begann ein neues Experiment – Texte unter gemeinsamen Gesichtspunkten zu übersetzen. Ein erstes Ergebnis war die Übersetzung des „Vagabundenliedes“ in 34 Sprachen mit Kommentaren in Deutsch und in Englisch. Die Übersetzungen, Kommentare und die Analyse des Verbindenden und der Besonderheiten sind dokumentiert in der Publikation „Jura Soyfer und die Alte Welt“ aber auch im Band 3 der Jura Soyfer Edition 2012. In „Jura Soyfer und die Alte Welt“ ist auf DVD auch das erste Modell für einen Soyfer-Internet-Film enthalten (Modell Otto Tausig).
2015 wurde im Rahmen eines Symposions das Virtuelle Jura Soyfer Archiv vorgestellt und evaluiert. In diesem Archiv sind nicht nur die Originalmanuskripte zugänglich, sondern auch sämtliche Editionen seit 1945 sowie Übersetzungen, soweit es davon Druckfassungen bzw. File-Books gibt.
Damit wird eine völlig neue Qualität des Übersetzens möglich, weil nun für alle ÜbersetzerInnen weltweit alle Unterlagen zur Verfügung stehen.
File-Books Schwierigkeiten entstanden in den letzten Jahren vor allem durch die Kosten der Banküberweisungen und für den Vertrieb (Postversand) als Folge der Versuche privater Gewinnmaximierung. Im Zentrum aller Bemühungen der Jura Soyfer Gesellschaft steht, die Kosten für Sachleistungen so gering als möglich zu halten und so viel als möglich für kreative Leistungen aufzuwenden, die leider spärlich genug sind. Auf der Basis dieser Zielsetzung entstand das Projekt „File-Books“, mit dem ein wesentlicher Beitrag für eine neue Öffentlichkeit geleistet werden soll. Bis Sommer 2014 standen in Deutsch alle Stücke zur Verfügung und die Ausgabe „Gesammelte Werke“ sowie Ausgaben in Französisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch. Weitere sind in Vorbereitung.
2016 sollen nach Maßgabe der Möglichkeiten File-Books in über zwei dutzend Sprachen zur Verfügung stehen. Auftakt sind zwei File-Books in Arabisch (Gedichte, Vineta).
Ausstellung Die Rubrik „Leben, Werk, Zeit“ wurde ersetzt durch die Ausstellung „Die Polyphonie der Sprachen. Jura Soyfer zum 100sten Geburtstag“. Die Bestellung für diese Ausstellung in Form von auszudruckenden PDF-Files kann seit September 2012 in Deutsch und seit November 2012 in Russisch erfolgen. Weitere Übersetzungen sind in Arbeit. Die ursprüngliche Ausstellung wird für die jeweiligen Örtlichkeiten adaptier. Daher entstanden bisher dutzende Varianten.
Video-Interaktionen Zur Eröffnung der Ausstellung, aber auch für Seminare, öffentliche Veranstaltungen werden kostenlos Video-Interaktionen angeboten. Detaillierte Informationen dazu finden Sie unter: http://www.soyfer.at/deutsch/video.htm
Soyfer-Schüler-Projekte In den letzten Jahrzehnten gab es in Österreich, Deutschland und der Schweiz rund 300 Aufführungen von Soyfer-Stücken durch Schulklassen. 2012 beteiligten sich 53 Schulen an Soyfer-Projekten, die zum Teil mit Filmen aufgezeichnet wurden. Im Mittelpunkt des Jura Soyfer Zentrums am Leberberg, das am 8. November 2013 eröffnet wurde, stehen ebenfalls Kooperationen mit Schulen. Neu ist seit 2014 die außerschulische Zusammenarbeit mit Jugendlichen.
Abrufseite Filme Seit Jahren experimentiert die Jura Soyfer Gesellschaft damit, eine neue Öffentlichkeit via Internet mittels Filme zu erreichen. Dies gestaltet sich bei einem potentiellen Publikum in über 100 Ländern nicht einfach. Ein wichtiges – erstes – Experiment war das „Modell Otto Tausig“, das auf Hybrid-DVD in der Publikation „Jura Soyfer und die Alte Welt“ dokumentiert ist. Das Experiment steckt aber auch 2016 noch in den Kinderschuhen.
Öffentlichkeiten: Gesellschaft, Zeitschriften, Publikationen, Bibliographien Grundlage für die Organisation von Öffentlichkeiten sind für die Jura Soyfer Gesellschaft, die 1988 gegründet wurde, deren gedruckte Zeitschrift „Jura Soyfer“ (1989 bis 2007), deren Online-Zeitschrift „Jura Soyfer“ sowie Publikationen (darunter mit CDs und DVDs) und Tonträger. Über diese und andere Publikationen informiert die Seite Bibliographien. Weltweit finden zudem laufend Veranstaltungen zu Soyfer oder mit Soyfer-Texten statt. Über diese informiert – soweit Daten von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden – der Veranstaltungskalender der Gesellschaft. Ab 2016 werden die gedruckte Zeitschrift, die gedruckten Bände zu den Symposion und vieles andere via Virtuellem Soyfer Archiv zur Verfügung stehen.
Erweiterung: Portal/Virtuelles Soyfer-Archiv Das Portal wurde seit dem Jahre 2014 massiv ausgebaut. Darunter wurden im Rahmen des Portals Manuskripte, Briefe und Dokumente zur Theaterrezeption publiziert. Im Jahre 2015 standen die Ausgaben, die Übersetzungen sowie die Vertonungen im Mittelpunkt. 2016/ 2017 erfolgten die Umstellung auf WordPress bzw. eine Datenbank auf der Basis von WordPress, die von Prof. Martin Auer (Wien) für die Jura Soyfer Gesellschaft entwickelt wurde.
Jura Soyfer Open Access Ab November 2017 wird das Virtuelle Soyfer Archiv zwar weitergeführt (so wie bisher durch Codes zugänglich), aber Teile des bisherigen Portals bzw. Archivs sind nun via Jura Soyfer Open Access ohne Code frei zugänglich. Darunter die Manuskripte, Briefe etc. Einige Tausend Dateien warten nun darauf, öffentlich gemacht zu werden. Eine erste Evaluierung erfolgt im Rahmen des Symposions Jura Soyfer Open Access.
Bestellungen Im Zusammenhang mit den Bestellungen gibt es eine enge Kooperation mit dem INST-Verlag auf der Basis eines Vertrages vom Jahre 2009. Diese Kooperation wurde geschlossen, um EU-Förderungen für Übersetzungen zu erhalten, die Kontakte des INST in rund 120 Länder zu nutzen, aber auch Vertriebswissen und Vertriebsstrukturen. Das Eigentum der Publikationen sowie die Rechte verbleiben bei der Jura Soyfer Gesellschaft.
Förderungen Auf dieser Seite werden die jeweils aktuellen Förderungen ausgewiesen – darunter seit der Gründung 1988 durch die Stadt Wien sowie Ministerien der Republik Österreich und das Bundeskanzleramt. Die wesentliche Ermöglichung erfolgte aber auf der Basis der Eigenleistungen sowie der Mitgliedsbeiträge und Spenden seit den 1980er Jahren.
Kontakt Wegen Informationen, Hinweisen etc. wenden Sie sich bitte per Email an mail@soyfer.at Weitere Kontaktdaten und Hinweise finden Sie auf der Kontakt-Seite.